Das Regensburger Backofenprojekt
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Valentin2001
Das Regensburger Backofenprojekt
Nachdem ich es ja schon angedroht habe, will ich jetzt auch wirklich mein Oferl vorstellen.
Begonnen hat alles letztes Jahr mit einer unbedachten Äusserung meiner besseren Hälfte,
dass so ein Backofen im Garten gar net so schlecht wäre....
Überm Winter hatte ich dann auch genug Zeit, mir ein paar Ofen anzuschauen und ja, natürlich auch als Gastuser hier im Forum jede Menge Tipps zu finden.
Muss vielleicht noch vorweg schicken, dass ich im richtigen Leben Bauingenieur bin und bei einem Mittelständler arbeite.
Daher hab ich so ein bisschen Grundkenntnisse im Bauen und auch die ein oder andere Möglichkeit an Baumaterial usw. zu gelangen.
Handwerklich bin ich auch nicht so ungeschickt und hab daher auch alles am Ofen selbst gemacht.
Mein Grundgedanke war, wie so oft, dass ganze mit so wenig finaziellen Mitteln zu verwirklichen wie möglich, ein Lowcostprojekt also mal wieder.
Dieses Jahr im Mai war dann auch wirklich der Start.
Aus einem Abbruch habe ich mir vier Betonstützen organisiert und auf die erforderliche Länge gekürzt.
Löcher in Frosttiefe ausgehoben und die Säulen in einem Splittbett versetzt, später wurde der Splitt mit einem Spezialvergußmörtel verfüllt, so dass das ganze auch ausreichend tragfähig ist.
Mehr Fundament braucht so ein kleines Ding auch nicht.
Der nächste Schritt war dann natürlich die Bodenplatte des Ofens aus Beton
Hierfür eine kleine Schalung gebastelt und mit ein bisschen Baustahl bewehrt und von der Arbeit mal am Abend einen Rest von Beton mit nach Hause gebracht...
Die Schalung hab ich bewusst ein Stück größer gemacht, so dass ich später zum Mauern ein "Gerüst" hatte.
Für den Backraum selbst verwendete ich Lehmziegel, die ich mit Lehm als Mörtel vermauert habe.
Zu meinem Glück ist nur ein paar Kilometer von uns entfernt eine echte Ziegelei, die sich eigentlich neben dem normalen Ziegelbrand auch auf solche spezielle Ziegel spezialisiert hat.
Diese Lehmziegel werden in einem etwas anderem Temperaturbereich gebrannt und sind für den Backofenbau echt klasse geeignet.
Wenn ich meine Temperaturen anschaue, dann kann ich das nur unterschreiben. Dazu aber später mehr.
Für die Aussenhaut habe ich von einem guten Freund jede Menge alte Klinker geschenkt bekommen, die musste ich, besser meine Frau und die Jungs, von alten Mörtelresten befreien und schon waren sie für mich einwandfrei zu verarbeiten.
Gemauert habe ich die Aussenschale mit normalen Zementmörtel.
Nachdem ich am Ende noch ein gutes Stück Lehm übrig hatte, hab ich den noch auf die obere Seite des Gewölbes verstrichen.
Dann erst mal viele Tage lang viele Kerzen abgebrannt, bis es dann mal das erste kleine Feuerchen gab.
Die Geduld gab mir recht, habe nicht einen Riss im Backraum nach dem ersten großen Feuer bekommen.
Von der Dämmung habe ich leider keine Bilder gemacht.
Drum erzähle ich das mal kurz, wie ich das gelöst habe:
Der Boden des Backraumes besteht bei mir aus besagter Betonplatte, auf die ich dann ca. 6 cm Perliteschüttung aufgebracht habe. Darauf kamen normale Hochlochziegel, die ich so verlegt habe, dass die Löcher waagerecht verlaufen, Dicke dieser Schicht dann eben 12,5 cm. Darauf kamen dann die Lehmziegel, welche auch schon den Backraum selbst bilden.
Die Wände, also der Zwischenraum zwischen Backraum und Aussenhaut wurde ebenfalls mit Perlite aufgefüllt.
Die obere Seite habe ich dann noch mit einer 160 mm dicken Steinwolle belegt.
Nach meinem ersten echten Probefeuer hatte ich durchaus das Gefühl, dass die Dämmung in Ordnung ist, da weder die Betonplatte noch die Aussenhaut eine spürbare Erwärmung zeigten. Auf der Oberseite der Steinwolle war auch nur eine sehr geringe Temperaturerhöhung fetszustellen.
Als nächstes folgte der Einbau der Tür und des Kamins.
Die Tür konnte ich aus einer alten Hartmetallplatte ausschneiden und zusammenschweissen.
Leider war der Lüftungsschlitz im ersten Anlauf viel zu klein gewählt, so dass ich den später nochmal verändern musste.
Als Kamin dient ein Ofenrohr aus einem alten Kachelofen, auch die Haube oben ist aus diesem entstanden.
Das ganze bekam noch eine Drosselklappe verpasst, die unmittelbar am Rohrausgang des Ofens plaziert wurde.
Die Abluft des Ofens ist bei mir an der Rückseite des Backraumes ganz oben waagerecht nach draussen geführt. Mit dem modifizierten Lüftungsschieber und dem Kamin war der Zug beim ersten Feuer absolut klasse.
Musste nur leider feststellen, dass sehr viel Flamme und damit auch Wärme in den Kamin verschwand. Mittlerweile hab ich vor die Öffnung im Backraum noch einen Kasten aus Blech gesetzt, so dass auch dieses Problem zu meiner Zufriedenheit gelöst ist.
Das mit dem Fuchs hatte ich zwar oft genug gelesen, aber dann doch nicht umgesetzt. Meine Lösung hat sich aber, wie ich heute feststelle als absolut praktikabel und ausreichend erwiesen. Am Zug des Ofens gab es so gut wie keine Verluste.
Die Flamme bleibt im Backraum und der Rauch zieht links und rechts am Blech vorbei in den Kamin.
Was ich beim ersten großen Feuer noch feststellen musste, war, dass durch die Tür des Ofens dann doch einiges an Wärme abstrahlt.
Nachdem mir das gefühlt eine der großen Wärmeverlustbringer war, hab ich auch da mittlerweile eine einfache aber sehr effektive Lösung gefunden.
Im Abstand von ca. 10 cm zur Tür wurde eine Prallwand vorgesetzt. Das ganze zweiteilig, oberer Teil bis Türoberkante fest verschraubt, der untere Teil mit zwei kleinen Ketten am oberen eingehängt und über ein dünnes Stahlseil von aussen hochklappbar.
Funktioniert echt gut und die Tür ist um Welten kälter.
Zum Schluß bekam das Oferl noch einen Hut drauf.
Dachziegel bekam ich von nem Arbeitskollegen geschenkt, der sein Hausdach erneuerte.
Die Firstreiter musste ich leider auch kaufen...
das wäre mal der erste Teil, wenn die Backerei heute fertg ist, werd ich da auch noch was schreiben....
Valentin2001
Begonnen hat alles letztes Jahr mit einer unbedachten Äusserung meiner besseren Hälfte,
dass so ein Backofen im Garten gar net so schlecht wäre....
Überm Winter hatte ich dann auch genug Zeit, mir ein paar Ofen anzuschauen und ja, natürlich auch als Gastuser hier im Forum jede Menge Tipps zu finden.
Muss vielleicht noch vorweg schicken, dass ich im richtigen Leben Bauingenieur bin und bei einem Mittelständler arbeite.
Daher hab ich so ein bisschen Grundkenntnisse im Bauen und auch die ein oder andere Möglichkeit an Baumaterial usw. zu gelangen.
Handwerklich bin ich auch nicht so ungeschickt und hab daher auch alles am Ofen selbst gemacht.
Mein Grundgedanke war, wie so oft, dass ganze mit so wenig finaziellen Mitteln zu verwirklichen wie möglich, ein Lowcostprojekt also mal wieder.
Dieses Jahr im Mai war dann auch wirklich der Start.
Aus einem Abbruch habe ich mir vier Betonstützen organisiert und auf die erforderliche Länge gekürzt.
Löcher in Frosttiefe ausgehoben und die Säulen in einem Splittbett versetzt, später wurde der Splitt mit einem Spezialvergußmörtel verfüllt, so dass das ganze auch ausreichend tragfähig ist.
Mehr Fundament braucht so ein kleines Ding auch nicht.
Der nächste Schritt war dann natürlich die Bodenplatte des Ofens aus Beton
Hierfür eine kleine Schalung gebastelt und mit ein bisschen Baustahl bewehrt und von der Arbeit mal am Abend einen Rest von Beton mit nach Hause gebracht...
Die Schalung hab ich bewusst ein Stück größer gemacht, so dass ich später zum Mauern ein "Gerüst" hatte.
Für den Backraum selbst verwendete ich Lehmziegel, die ich mit Lehm als Mörtel vermauert habe.
Zu meinem Glück ist nur ein paar Kilometer von uns entfernt eine echte Ziegelei, die sich eigentlich neben dem normalen Ziegelbrand auch auf solche spezielle Ziegel spezialisiert hat.
Diese Lehmziegel werden in einem etwas anderem Temperaturbereich gebrannt und sind für den Backofenbau echt klasse geeignet.
Wenn ich meine Temperaturen anschaue, dann kann ich das nur unterschreiben. Dazu aber später mehr.
Für die Aussenhaut habe ich von einem guten Freund jede Menge alte Klinker geschenkt bekommen, die musste ich, besser meine Frau und die Jungs, von alten Mörtelresten befreien und schon waren sie für mich einwandfrei zu verarbeiten.
Gemauert habe ich die Aussenschale mit normalen Zementmörtel.
Nachdem ich am Ende noch ein gutes Stück Lehm übrig hatte, hab ich den noch auf die obere Seite des Gewölbes verstrichen.
Dann erst mal viele Tage lang viele Kerzen abgebrannt, bis es dann mal das erste kleine Feuerchen gab.
Die Geduld gab mir recht, habe nicht einen Riss im Backraum nach dem ersten großen Feuer bekommen.
Von der Dämmung habe ich leider keine Bilder gemacht.
Drum erzähle ich das mal kurz, wie ich das gelöst habe:
Der Boden des Backraumes besteht bei mir aus besagter Betonplatte, auf die ich dann ca. 6 cm Perliteschüttung aufgebracht habe. Darauf kamen normale Hochlochziegel, die ich so verlegt habe, dass die Löcher waagerecht verlaufen, Dicke dieser Schicht dann eben 12,5 cm. Darauf kamen dann die Lehmziegel, welche auch schon den Backraum selbst bilden.
Die Wände, also der Zwischenraum zwischen Backraum und Aussenhaut wurde ebenfalls mit Perlite aufgefüllt.
Die obere Seite habe ich dann noch mit einer 160 mm dicken Steinwolle belegt.
Nach meinem ersten echten Probefeuer hatte ich durchaus das Gefühl, dass die Dämmung in Ordnung ist, da weder die Betonplatte noch die Aussenhaut eine spürbare Erwärmung zeigten. Auf der Oberseite der Steinwolle war auch nur eine sehr geringe Temperaturerhöhung fetszustellen.
Als nächstes folgte der Einbau der Tür und des Kamins.
Die Tür konnte ich aus einer alten Hartmetallplatte ausschneiden und zusammenschweissen.
Leider war der Lüftungsschlitz im ersten Anlauf viel zu klein gewählt, so dass ich den später nochmal verändern musste.
Als Kamin dient ein Ofenrohr aus einem alten Kachelofen, auch die Haube oben ist aus diesem entstanden.
Das ganze bekam noch eine Drosselklappe verpasst, die unmittelbar am Rohrausgang des Ofens plaziert wurde.
Die Abluft des Ofens ist bei mir an der Rückseite des Backraumes ganz oben waagerecht nach draussen geführt. Mit dem modifizierten Lüftungsschieber und dem Kamin war der Zug beim ersten Feuer absolut klasse.
Musste nur leider feststellen, dass sehr viel Flamme und damit auch Wärme in den Kamin verschwand. Mittlerweile hab ich vor die Öffnung im Backraum noch einen Kasten aus Blech gesetzt, so dass auch dieses Problem zu meiner Zufriedenheit gelöst ist.
Das mit dem Fuchs hatte ich zwar oft genug gelesen, aber dann doch nicht umgesetzt. Meine Lösung hat sich aber, wie ich heute feststelle als absolut praktikabel und ausreichend erwiesen. Am Zug des Ofens gab es so gut wie keine Verluste.
Die Flamme bleibt im Backraum und der Rauch zieht links und rechts am Blech vorbei in den Kamin.
Was ich beim ersten großen Feuer noch feststellen musste, war, dass durch die Tür des Ofens dann doch einiges an Wärme abstrahlt.
Nachdem mir das gefühlt eine der großen Wärmeverlustbringer war, hab ich auch da mittlerweile eine einfache aber sehr effektive Lösung gefunden.
Im Abstand von ca. 10 cm zur Tür wurde eine Prallwand vorgesetzt. Das ganze zweiteilig, oberer Teil bis Türoberkante fest verschraubt, der untere Teil mit zwei kleinen Ketten am oberen eingehängt und über ein dünnes Stahlseil von aussen hochklappbar.
Funktioniert echt gut und die Tür ist um Welten kälter.
Zum Schluß bekam das Oferl noch einen Hut drauf.
Dachziegel bekam ich von nem Arbeitskollegen geschenkt, der sein Hausdach erneuerte.
Die Firstreiter musste ich leider auch kaufen...
das wäre mal der erste Teil, wenn die Backerei heute fertg ist, werd ich da auch noch was schreiben....
Valentin2001
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Re: Das Regensburger Backofenprojekt
Hallo Valentin,
ein schönes Backhaus auf Stelzen, mal etwas ganz anderes. Kannst Du mir noch erklären wie der Blechkasten vor der Öffnung gebaut wurde. Eine Zeichnung wäre schön.
Ich wünsche Dir viel Spaß an den Backtagen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter
ein schönes Backhaus auf Stelzen, mal etwas ganz anderes. Kannst Du mir noch erklären wie der Blechkasten vor der Öffnung gebaut wurde. Eine Zeichnung wäre schön.
Ich wünsche Dir viel Spaß an den Backtagen.
Mit freundlichen Grüßen
Dieter
Die Erde dreht, der Drechsler auch.
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Valentin2001
Re: Das Regensburger Backofenprojekt
Also, das Blech ist eigentlich nichts besonderes,
Am drittletzten Bild meines Postings kann man es auch erkennen.
Ist das hell-dunkel gefärbte Teil, das man unter dem vorderen Blech erkennbar ist.
Ich hab es anhand meiner Schablone für das Gewölbe so geschnitten, dass es sich genau an die Decke des Backraumes anpasst.
Das Blech selbst hab ich dann so 2 bis 3 cm höher gemacht, als der Durchmesser meines Abzugrohres in der Rückwand ist.
An der Unterseite noch ein Blech leicht schräg angeschweißt, so dass das senkrechte einen Abstand von ca. 10 cm zur Rückwand hat.
Von der Breite hab ich es so gewählt, dass es jeweils ca 20 cm an jeder Seite über die Aussenkante des Abzuges ragt.
In meinem Fall bei einem 150 mm Abzug waren es dann eben so 55 cm.
Befestigt habe ich das Teil eigentlich nur, in dem ich an der Rohrseite zwei Baustahleisen mit so 25 cm Länge angeschweißt habe.
Das untere auf Höhe der unterkante des Abzugrohres waagerecht, das obere genau auf die 150 mm Rohrdurchmesser aber leicht schräg nach oben ansteigend.
So wirkt das ganze wie eine Feder, beim einschieben etwas zusammendrücken und mit ein wenig Kraft Eindrücken.
Ich habe diese Art der Befestigung gewählt, weil ich erstens keine Löcher in den Backraumes bohren wollte und zweitens, nicht wusste, ob es denn überhaupt funktioniert:-)
Nachdem ich heute meinen ersten richtigen Backtag hatte, kann ich nur sagen, dass es einwandfrei hält, ja und es hat auch wirklich funktioniert
Schönen Abend wünsch ich noch
Valentin2001
Am drittletzten Bild meines Postings kann man es auch erkennen.
Ist das hell-dunkel gefärbte Teil, das man unter dem vorderen Blech erkennbar ist.
Ich hab es anhand meiner Schablone für das Gewölbe so geschnitten, dass es sich genau an die Decke des Backraumes anpasst.
Das Blech selbst hab ich dann so 2 bis 3 cm höher gemacht, als der Durchmesser meines Abzugrohres in der Rückwand ist.
An der Unterseite noch ein Blech leicht schräg angeschweißt, so dass das senkrechte einen Abstand von ca. 10 cm zur Rückwand hat.
Von der Breite hab ich es so gewählt, dass es jeweils ca 20 cm an jeder Seite über die Aussenkante des Abzuges ragt.
In meinem Fall bei einem 150 mm Abzug waren es dann eben so 55 cm.
Befestigt habe ich das Teil eigentlich nur, in dem ich an der Rohrseite zwei Baustahleisen mit so 25 cm Länge angeschweißt habe.
Das untere auf Höhe der unterkante des Abzugrohres waagerecht, das obere genau auf die 150 mm Rohrdurchmesser aber leicht schräg nach oben ansteigend.
So wirkt das ganze wie eine Feder, beim einschieben etwas zusammendrücken und mit ein wenig Kraft Eindrücken.
Ich habe diese Art der Befestigung gewählt, weil ich erstens keine Löcher in den Backraumes bohren wollte und zweitens, nicht wusste, ob es denn überhaupt funktioniert:-)
Nachdem ich heute meinen ersten richtigen Backtag hatte, kann ich nur sagen, dass es einwandfrei hält, ja und es hat auch wirklich funktioniert
Schönen Abend wünsch ich noch
Valentin2001
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Valentin2001
Re: Das Regensburger Backofenprojekt
Hatte gestern meinen ersten Backtag.
Was soll ich sagen, war eigentlich schon ganz in Ordnung, wenn auch natürlich noch ausbaufähig.
Die Rezeptauswahl und Teigherstellung wurde von meiner Frau gemacht. Gefühlt war sie die ganze letzte Woche damit beschäftigt.
Nachdem wir uns nocht nicht im klaren waren, welche Rezepte denn auch nach unseren Geschmack sind, haben wir kleinere Mengen und dafür mehrere verschiedene gemacht.
Früh um 6:00 begann das anfeuern und dauerte so bis um 9:00.
Nach rausnehmen der Glut lag die Temperatur im Backraum bei über 300 °C
Nachdem keiner in meiner Familie um 9:00 Lust auf Pizza hatte, haben wir mit Brot begonnen.
Ne ganze Weile gewartet, bis das Thermometer dann bei 250 °C war und das erste Brot schon eingeschossen und alle Klappen zu. Leider ist das noch nicht wirklich so geworden wie ichs mir vorgestellt habe. Zuviele Röstaromen abbekommen
Geschmacklich war es absolut OK, aber die Temperatur im Ofen war dafür dann wohl doch noch zu hoch. Da es ein hefeloser Teig war, ging es auch nicht auf und hatte eher die Tendenz zum Fladen.... als zweites war dann endlich das begehrte Schwarzbrot an der Reihe, wobei ich ein bisschen Angst hatte, dem könnte es so gehen wie dem ersten.
War aber Gott sei dank nicht so.
Schmeckt wirklich gut.
Als weiteres wurden dann noch zwei Ciabatta nachgeschoben, klappten auch soweit.
Wobei der Teig leider nicht so aufging, wie wir es uns für ein Ciabatta vorgestellt haben. Am Ende der Brotbackphase musste dann noch ein einfaches Weißbrot in den Ofen.. Bei mittlerweile 200 °C gabs noch nen Hefezopf zum Kaffee:-) Jetzt wollten dann doch mal alle Pizza aus dem Steinbackofen.
Also im hinteren Teil des Ofen nochmal ein Feuerchen entfacht und kurz gewartet.
Pizzen belegt und eine nach der andren rein in die gute Stube.
Geschmacklich absolut super, leider ist mir die erste verunglückt. Nachmittags so um 16:00 wollten wir dann auch unbedingt noch sehen, wie denn so ein Stück Schwein in den Ofen passt.
Eine Haxe schön gewürzt und eingeschnitten und gut über zwei Stunden bei so 210°C bis 180°C gebraten.
Ist schon was anderes als aus dem E-Herd. Meine Familie und ich sind besgeistert von dem neuen Spielzeug von Papa.
Von der Haxe hab ich leider nur noch ein Bild im "Endzustand" machen können:-) Mittlerweile war es dann auch schon 19:00 Uhr und wir wollten uns langsam ans aufräumen machen, als dann noch unser mittlerer Sohnemann mit 4 Freunden auf der Matte stand.
Und es duftete doch noch so gut und wie toll es denn wäre, wenn sie noch ne Pizza kriegen könnten.
Also nochmal ein Feuerchen an und ein wenig später verschwanden nochmal 5 Pizzen in 5 hungrige Mäuler:-)
Alles in allem ein erfolgreicher und schöner Backtag. Manches ist noch ausbaufähig, aber geklappt hat eigentlich alles, ausser das erste Brot.
Von unserem Ofen sind wir positiv überrascht worden, dachten alle nicht, dass es so toll wird.
Die Feuerung und die Temperaturspeicherung sind für meine Anforderungen mehr als gut.
Wir freuen uns alle schon auf den nächsten Backtag....
schönes Grüße
Valentin 2001
Was soll ich sagen, war eigentlich schon ganz in Ordnung, wenn auch natürlich noch ausbaufähig.
Die Rezeptauswahl und Teigherstellung wurde von meiner Frau gemacht. Gefühlt war sie die ganze letzte Woche damit beschäftigt.
Nachdem wir uns nocht nicht im klaren waren, welche Rezepte denn auch nach unseren Geschmack sind, haben wir kleinere Mengen und dafür mehrere verschiedene gemacht.
Früh um 6:00 begann das anfeuern und dauerte so bis um 9:00.
Nach rausnehmen der Glut lag die Temperatur im Backraum bei über 300 °C
Nachdem keiner in meiner Familie um 9:00 Lust auf Pizza hatte, haben wir mit Brot begonnen.
Ne ganze Weile gewartet, bis das Thermometer dann bei 250 °C war und das erste Brot schon eingeschossen und alle Klappen zu. Leider ist das noch nicht wirklich so geworden wie ichs mir vorgestellt habe. Zuviele Röstaromen abbekommen
Geschmacklich war es absolut OK, aber die Temperatur im Ofen war dafür dann wohl doch noch zu hoch. Da es ein hefeloser Teig war, ging es auch nicht auf und hatte eher die Tendenz zum Fladen.... als zweites war dann endlich das begehrte Schwarzbrot an der Reihe, wobei ich ein bisschen Angst hatte, dem könnte es so gehen wie dem ersten.
War aber Gott sei dank nicht so.
Schmeckt wirklich gut.
Als weiteres wurden dann noch zwei Ciabatta nachgeschoben, klappten auch soweit.
Wobei der Teig leider nicht so aufging, wie wir es uns für ein Ciabatta vorgestellt haben. Am Ende der Brotbackphase musste dann noch ein einfaches Weißbrot in den Ofen.. Bei mittlerweile 200 °C gabs noch nen Hefezopf zum Kaffee:-) Jetzt wollten dann doch mal alle Pizza aus dem Steinbackofen.
Also im hinteren Teil des Ofen nochmal ein Feuerchen entfacht und kurz gewartet.
Pizzen belegt und eine nach der andren rein in die gute Stube.
Geschmacklich absolut super, leider ist mir die erste verunglückt. Nachmittags so um 16:00 wollten wir dann auch unbedingt noch sehen, wie denn so ein Stück Schwein in den Ofen passt.
Eine Haxe schön gewürzt und eingeschnitten und gut über zwei Stunden bei so 210°C bis 180°C gebraten.
Ist schon was anderes als aus dem E-Herd. Meine Familie und ich sind besgeistert von dem neuen Spielzeug von Papa.
Von der Haxe hab ich leider nur noch ein Bild im "Endzustand" machen können:-) Mittlerweile war es dann auch schon 19:00 Uhr und wir wollten uns langsam ans aufräumen machen, als dann noch unser mittlerer Sohnemann mit 4 Freunden auf der Matte stand.
Und es duftete doch noch so gut und wie toll es denn wäre, wenn sie noch ne Pizza kriegen könnten.
Also nochmal ein Feuerchen an und ein wenig später verschwanden nochmal 5 Pizzen in 5 hungrige Mäuler:-)
Alles in allem ein erfolgreicher und schöner Backtag. Manches ist noch ausbaufähig, aber geklappt hat eigentlich alles, ausser das erste Brot.
Von unserem Ofen sind wir positiv überrascht worden, dachten alle nicht, dass es so toll wird.
Die Feuerung und die Temperaturspeicherung sind für meine Anforderungen mehr als gut.
Wir freuen uns alle schon auf den nächsten Backtag....
schönes Grüße
Valentin 2001
- DJTMichel
- Feuertycoon

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- Registriert: Di 3. Apr 2012, 20:59
- Wohnort: am Elm
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Re: Das Regensburger Backofenprojekt
Super Valentin,
Du hast einen interessanten Ofen in Eueren Garten gezaubert - danke für die Bilder und die Beschreibung. Wofür andere
70 Seiten brauchen, hast Du perfekt auf eine Seite reduziert
.
Du hast einen interessanten Ofen in Eueren Garten gezaubert - danke für die Bilder und die Beschreibung. Wofür andere
Gruß
Michel
Jäger - Die besseren Grünen!
Michel
Jäger - Die besseren Grünen!
-
Valentin2001
Re: Das Regensburger Backofenprojekt
Hallo Michael,
Danke fürs Kompliment
Wüsste schon gar net was ich auf sovielmal Seiten schreiben soll
Hat aber Spass gemacht, das ganze mal auch zu erzählen....
Wenn ich jetzt noch die Anfängerfehler in den Griff bekomme....
Schöne Grüße
Valentin2001
Danke fürs Kompliment
Wüsste schon gar net was ich auf sovielmal Seiten schreiben soll
Hat aber Spass gemacht, das ganze mal auch zu erzählen....
Wenn ich jetzt noch die Anfängerfehler in den Griff bekomme....
Schöne Grüße
Valentin2001
-
Backfuzi
Re: Das Regensburger Backofenprojekt
Hallo Valentin,
schöne Bilder und Doku!
Das mit dem Backen wird schon noch, probier einfach ein paar Rezepte von uns aus!
Wenn du Fragen hast, wir helfen gerne!
Das Mehl auf dem Brot würde ich vor dem Backen abkehren, scheint ein bisschen viel zu sein...
schöne Bilder und Doku!
Das mit dem Backen wird schon noch, probier einfach ein paar Rezepte von uns aus!
Wenn du Fragen hast, wir helfen gerne!
Das Mehl auf dem Brot würde ich vor dem Backen abkehren, scheint ein bisschen viel zu sein...
- Hochrheinbahner
- Feuertycoon

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- Registriert: Do 9. Jun 2011, 19:18
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Re: Das Regensburger Backofenprojekt
Hallo Valentin,
Du hast einen sehr schönen Ofen gemacht. Könntest mal erklären wie das mit dem Draht Zug genau funktioniert, ich denke er ist für die Klappe zuständig.
Das Backergebnis ist bestens geworden , das mit dem einschießen bei der richtigen Temperatur bekommst du auch noch in den Griff. Jeder SBO hat eine anderen Temperaturverlauf. Wir mussten das alles auch selber rausfinden, aber wie heißt es noch so schön , nur zur Übung nicht zur Strafe.
Viele Grüße Hochrheinbahner Gerd
Du hast einen sehr schönen Ofen gemacht. Könntest mal erklären wie das mit dem Draht Zug genau funktioniert, ich denke er ist für die Klappe zuständig.
Das Backergebnis ist bestens geworden , das mit dem einschießen bei der richtigen Temperatur bekommst du auch noch in den Griff. Jeder SBO hat eine anderen Temperaturverlauf. Wir mussten das alles auch selber rausfinden, aber wie heißt es noch so schön , nur zur Übung nicht zur Strafe.
Viele Grüße Hochrheinbahner Gerd
-
Valentin2001
Re: Das Regensburger Backofenprojekt
Servus Gerd,
Ja der Seilzug ist für das Prallblech.
Hab mich mal künstlerisch bestätigt und ne Skizze dazu gemacht.
Das Seil läuft von aussen gesehen erstmal durch eine Bohrung im Türbogen und dann durch das fest montierte Prallblech, das genau die gleiche Form hat wie der Türbogen und oben am gemauerten Bogen des Backraumes anliegt.
Um eine entsprechende Seilführung zu haben, musste ich natürlich noch eine Art Galgen an das feste Prallblech anschweißen, über den das Seil geführt wird.
Als "Umlenkrolle" hab ich nur eine Sechskantmutter ans Ende geschweißt, durch die das Seil dann zur Bohrung am unteren Ende des beweglichen Prallbleches geführt wird.
Der Galgen sollte so in etwa die gleiche Länge haben, wie der Abstand des oberen Randes des beweglichen Teiles zur Bohrung dessen an der Unterseite.
Um das ganze Blech auch beweglich zu halten hab ich zwei kleine Ketten als eine Art Scharnier verwendet.
Wollte diese Klappe nicht mit echten Scharnieren machen, weil ich mir die Möglichkeit des Herausnehmens des Bleches offen lassen wollte.
Echte Maschinenbauer und Perfektionisten machen das mit Sicherheit viel schöner und professioneller, aber für mich passt es auch so
Das mit dem Mehl auf dem Schwarzbrot hab ich mir übrigens auch schon gedacht und bei den nächsten wird ichs auch abkehren.
hatte nur nach dem ersten mit den vielen Röstaromen Angst, dass das zweite auch so werden könnte.
Das Mehl war mir da als Schutz ganz recht
schöne Grüße
Valentin 2001
Ja der Seilzug ist für das Prallblech.
Hab mich mal künstlerisch bestätigt und ne Skizze dazu gemacht.
Das Seil läuft von aussen gesehen erstmal durch eine Bohrung im Türbogen und dann durch das fest montierte Prallblech, das genau die gleiche Form hat wie der Türbogen und oben am gemauerten Bogen des Backraumes anliegt.
Um eine entsprechende Seilführung zu haben, musste ich natürlich noch eine Art Galgen an das feste Prallblech anschweißen, über den das Seil geführt wird.
Als "Umlenkrolle" hab ich nur eine Sechskantmutter ans Ende geschweißt, durch die das Seil dann zur Bohrung am unteren Ende des beweglichen Prallbleches geführt wird.
Der Galgen sollte so in etwa die gleiche Länge haben, wie der Abstand des oberen Randes des beweglichen Teiles zur Bohrung dessen an der Unterseite.
Um das ganze Blech auch beweglich zu halten hab ich zwei kleine Ketten als eine Art Scharnier verwendet.
Wollte diese Klappe nicht mit echten Scharnieren machen, weil ich mir die Möglichkeit des Herausnehmens des Bleches offen lassen wollte.
Echte Maschinenbauer und Perfektionisten machen das mit Sicherheit viel schöner und professioneller, aber für mich passt es auch so
Das mit dem Mehl auf dem Schwarzbrot hab ich mir übrigens auch schon gedacht und bei den nächsten wird ichs auch abkehren.
hatte nur nach dem ersten mit den vielen Röstaromen Angst, dass das zweite auch so werden könnte.
Das Mehl war mir da als Schutz ganz recht
schöne Grüße
Valentin 2001
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