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 Betreff des Beitrags: Re: Münsterländer Steinbackofen
BeitragVerfasst: Mi 29. Jul 2020, 15:30 
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Dauerbrenner
Dauerbrenner

Registriert: Sa 15. Jul 2017, 11:40
Beiträge: 199
Wohnort: 63674 Altenstadt
Servus,

mit der flexiblen Fuge (Spannungsriss) habe ich mich auch schon beschäftigt. Bei mir ging es um eine sichere Abdichtung des
Schornsteins. Mit hitzebeständigem Silikon geht das, wie bei den Backformen für Kuchen, bis 220 Grad. Darüber hinaus wird das
schon kritisch. Schamottekleber ist nicht flexibel. Der wird fest.
Die Spannungsrisse entstehen ja, wie Du schon geschrieben hast, durch Ausdehnung des Materials durch Wärme. Wenn so ein Riss mit Keilen fixiert wird und der Ofen kühlt wieder ab, dann kann sich das Material nicht mehr setzen und die Bauteile bleiben in dieser Position stehen als wären sie noch heiß. Wird der Ofen wieder aufgeheizt, dürfte dann keine neue Spannung entstehen, da der Ofen ja schon in diesem Zustand ist. Wenn Du Dir die Risse mit Keilen fixierst und diese für 2-3 Backvorgänge stecken lässt, kannst Du ja beobachten wie sich die Risse verhalten.
Somit würde ich die Risse eher fixieren und nach Abkühlung mit Mörtel schliessen, wie mit Silikon. Das lässt sich dann auch nicht mehr
überstreichen und wird mit der Zeit unschön.
Da ich aber kein Fachmann bin ist das nur meine Meinung und der Weg den ich gehen würde.
Wünsche Dir aber ein glückliches Händchen, das Du das Richtige tust und Erfolg damit hast.

LG
Manfred

PS hier kannst Du, wenn Du etwas runter scrollst, meine Risse sehen, die ich mit Schamottemörtel nach "Schnauze voll" einfach zu geschmiert habe
viewtopic.php?f=23&t=4019&start=90

_________________
Viele Grüße aus der Wetterau
Manfred


Bevor ich mich uffreech, isses mir liewer egal...


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 Betreff des Beitrags: Re: Münsterländer Steinbackofen
BeitragVerfasst: Do 30. Jul 2020, 21:07 
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Durchglüher
Durchglüher

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Beiträge: 91
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Hallo Manfred,

das hört sich auch logisch an. Aber wenn man die Risse nun mit einer festwerdenden Masse zubekommt, erstellt man ja theoretisch wieder ein festen Körper, der sich ausdehnen will. Denn irgendwo muss ja die Spannungskraft hin, oder nicht?

Vielleicht denke ich auch zu kompliziert?!


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 Betreff des Beitrags: Re: Münsterländer Steinbackofen
BeitragVerfasst: Do 30. Jul 2020, 21:34 
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Flammenfürst
Flammenfürst
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Beiträge: 815
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Hallo Zusammen.

Nach meiner Meinung wird hier über ein Problem diskutiert das keines ist.

1. Die Kuppel ist so gut und so exakt gemauert, das hält. Einsturzgefahr besteht mit Sicherheit nicht.

2. Innen lassen sich die Risse nicht beseitigen, die gehen immer wieder auf.

3. Außen wird die Kuppel noch isoliert und zugebaut. Die Risse aus optischen Gründen zu beseitigen macht also keinen Sinn.

4. Es wird weder Rauch noch Feuer durchdringen.


Mein Tunnelgewölbe habe ich noch vor dem Einheizen mit Schaumglas isoliert und zusätzlich mit 10 cm Strohlem zugepackt.
Von innen habe ich auch Risse. Die von außen sehe ich nicht.
Das ganze funktioniert jetzt schon 12 Jahre.

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Es gibt Leute, die nur aus dem Grund in jeder Suppe ein Haar finden, weil sie davor sitzen und solange den Kopf schütteln, bis eines hineinfällt. Friedrich Hebbel


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 Betreff des Beitrags: Re: Münsterländer Steinbackofen
BeitragVerfasst: Do 30. Jul 2020, 23:38 
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Einheizer
Einheizer

Registriert: Di 14. Jul 2020, 14:31
Beiträge: 21
treukes hat geschrieben:
Denn irgendwo muss ja die Spannungskraft hin, oder nicht?


Das ist alles Raterei, solang du nicht weisst , wo die Risse herkommen. Irgendwo müssen halt 2 "Bauteile" sein, die sich unterschiedlich stark bzw. schnell ausdehnen. Wenn man ALLE Risse zuschmiert, dann kann man davon ausgehen, dass danach genau die selbe Stelle wieder aufreisst.

Mal als Beispiel die fest eingemörtelte Ofentür aus Metall: Die Metalltür dehnt sich mehr aus als die Kuppel, drückt die Kuppel auseinander und es gibt Risse. Wenn man jetzt vor dem Abkühlen Keile in die Risse steckt bleibt die Kuppel in ihrem auseinander gedrückten Zustand und die kleiner werdende Tür hat plötzlich einen Luftspalt rundherum. Dann füllt man die Risse mit Mörtel und beim nächsten Anheizen hat die Tür Platz zum Ausdehnen - wegen dem Luftspalt. Wenn man aber auch den Luftspalt um die Tür rum wieder mit Mörtel auffüllt geht das Ganze wieder von vorne los und es gibt jedes Mal wieder neue Risse und die Kuppel "wächst" mit jeder Reperatur um wenige Millimeter ...

_________________
Gruß, Jan aus NRW


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 Betreff des Beitrags: Re: Münsterländer Steinbackofen
BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2020, 08:04 
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"Die Flamme"
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Registriert: Do 20. Dez 2012, 18:20
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Wohnort: 58452 Witten
Future hat geschrieben:
treukes hat geschrieben:
Denn irgendwo muss ja die Spannungskraft hin, oder nicht?


Das ist alles Raterei, solang du nicht weisst , wo die Risse herkommen. Irgendwo müssen halt 2 "Bauteile" sein, die sich unterschiedlich stark bzw. schnell ausdehnen. Wenn man ALLE Risse zuschmiert, dann kann man davon ausgehen, dass danach genau die selbe Stelle wieder aufreisst.

Mal als Beispiel die fest eingemörtelte Ofentür aus Metall: Die Metalltür dehnt sich mehr aus als die Kuppel, drückt die Kuppel auseinander und es gibt Risse. Wenn man jetzt vor dem Abkühlen Keile in die Risse steckt bleibt die Kuppel in ihrem auseinander gedrückten Zustand und die kleiner werdende Tür hat plötzlich einen Luftspalt rundherum. Dann füllt man die Risse mit Mörtel und beim nächsten Anheizen hat die Tür Platz zum Ausdehnen - wegen dem Luftspalt. Wenn man aber auch den Luftspalt um die Tür rum wieder mit Mörtel auffüllt geht das Ganze wieder von vorne los und es gibt jedes Mal wieder neue Risse und die Kuppel "wächst" mit jeder Reperatur um wenige Millimeter ...


:gut: :gut: :gut: :freunde: :gut: :gut: :gut:

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Grüße vom Siggi

Dienen heißt Leben!


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 Betreff des Beitrags: Re: Münsterländer Steinbackofen
BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2020, 12:08 
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Flammen-Tycoon
Flammen-Tycoon

Registriert: So 28. Jul 2013, 14:53
Beiträge: 498
Future hat geschrieben:
treukes hat geschrieben:
Denn irgendwo muss ja die Spannungskraft hin, oder nicht?


Das ist alles Raterei, solang du nicht weisst , wo die Risse herkommen. Irgendwo müssen halt 2 "Bauteile" sein, die sich unterschiedlich stark bzw. schnell ausdehnen. Wenn man ALLE Risse zuschmiert, dann kann man davon ausgehen, dass danach genau die selbe Stelle wieder aufreisst.

Mal als Beispiel die fest eingemörtelte Ofentür aus Metall: Die Metalltür dehnt sich mehr aus als die Kuppel, drückt die Kuppel auseinander und es gibt Risse. Wenn man jetzt vor dem Abkühlen Keile in die Risse steckt bleibt die Kuppel in ihrem auseinander gedrückten Zustand und die kleiner werdende Tür hat plötzlich einen Luftspalt rundherum. Dann füllt man die Risse mit Mörtel und beim nächsten Anheizen hat die Tür Platz zum Ausdehnen - wegen dem Luftspalt. Wenn man aber auch den Luftspalt um die Tür rum wieder mit Mörtel auffüllt geht das Ganze wieder von vorne los und es gibt jedes Mal wieder neue Risse und die Kuppel "wächst" mit jeder Reperatur um wenige Millimeter ...

Und genau aus diesem Grund sollte man die Tür nicht einmörteln! Ist hier schon mehrfach diskutiert worden. :mmeinung:

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Viele Grüße aus Dresden von Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Münsterländer Steinbackofen
BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2020, 16:54 
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Durchglüher
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Meine Ofentür ist nur mit Ofenschnur "eingeklemmt"


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 Betreff des Beitrags: Re: Münsterländer Steinbackofen
BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2020, 18:12 
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Einheizer
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Das mit der Ofentür war ja nur ein Beispiel. Gleiches gilt für alle eingebauten Metallteile. Und letztendlich auch für unterschiedliche Bauteile aus gleichen oder ähnlichen Materialien. Z.B. dein Schamotterohr in der Schamotte- oder Ziegelkuppel. Jedes Bauteil dehnt sich in etwa so aus wie ein Hefeteig beim Aufgehen oder ein Ballon beim Aufblasen. Die Kuppel ist grob eine Halbkugel und dehnt sich zu einer Halbkugel aus, die vielleicht 1-2 mm mehr Durchmesser hat. Das Loch in dem das Schamotterohr steckt wird beim Ausdehnen aber nicht merklich weiter, vieleicht sogar enger. Das Schamotterohr hingegen ist ein Zylinder und der Aiussendurchmesser wird beim Ausdehnen größer.
Daher nehme ich an, dass da der Knackpunkt bei deinem Ofen ist. Könnte mir daher vorstellen, dass du nur einmalig die Risse an der Kuppel verfüllen müsstest wobei der Riss rund ums Schamotterohr offen bleiben muss. Um das vor Wassereintritt zu schützen oder einfach weil du eine optisch dichte Hülle bevorzugst könnte man den Riss dann mit hitzefestem Silikon abdecken.

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Gruß, Jan aus NRW


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 Betreff des Beitrags: Re: Münsterländer Steinbackofen
BeitragVerfasst: Fr 31. Jul 2020, 19:45 
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Durchglüher
Durchglüher

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Na toll, jetzt ist der Riss durchgehend bis innen! Außen ca. 5mm und innen gefühlt ca. 1-2mm!

Das schmiere ich nur noch von außen richtig zu und stopf Mörtel tief in den Riss rein!!!


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 Betreff des Beitrags: Re: Münsterländer Steinbackofen
BeitragVerfasst: So 2. Aug 2020, 14:09 
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Flammenfürst
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Beiträge: 964
Bilder: 291
Habe die Beiträge nochmal überflogen aber nicht gesehen, was Du seit den Fotos alles gemacht hast? Oder sind die Risse einfach so gewachsen?


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