Seite 3 von 4

Re: SBO in Schweden

Verfasst: Di 21. Mai 2019, 22:24
von Manti
Danke für Deine Antwort, Rene. Ich hatte bislang geglaubt, man kann beim Bauen mit Lehm, gegenüber dem Vermauern mit Schamottesteinen etwas sparen. Hast Du auch Ahnung über die Zuschläge, die beim Bauen von Lehmsteinen empfohlen werden. Die Meinungen scheinen wohl sehr unterschiedlich zu sein. Einige empfehlen ein Drittel Sand, Strohschnipsel und Holzspäne beizugeben, Andere weisen darauf hin, das Stroh und Holzspäne verbrennen und somit dem Backgut schaden würden. Ich denke, für die Herstellung der Lehmsteine nur mit Sand zu mischen und für die darauf aufzubringende Isolierung die empfohlenden Zuschläge Stroh und Holzspäne beizugeben.
Ich habe vom Betongießen noch 'ne Menge grobkörnigen Sand/Kies, ob ich den dafür nehmen kann?

Danke für weitere wertvolle Tipps

Manfred

Re: SBO in Schweden

Verfasst: Fr 12. Jul 2019, 12:30
von Andy 28
Moin, aus dem Norden.

Ich habe mich in der letzten Zeit auch mal nach Baustoffen für einen Holzbackofen umgesehen.
Der Baustoff Lehm gefällt mir sehr gut, da ich dabei einfach mal Pause machen kann.

Habe bei Baunativ entsprechende Lehm Grünlinge entdeckt, die liefern zu einem akzeptablen fairen Preis, da lohnt das fahren fast nicht.
Wobei ich schon sehr gerne hinfahren würde um mich entsprechen beraten zu lassen.

Allerdings ist es aber auch so, dass man hier schon eine Menge Wissen erlesen kann, es kommt zudem regelmäßig welches hinzu.

Re: SBO in Schweden

Verfasst: Fr 12. Jul 2019, 17:58
von Manti
Hallo Ofenbauer,

ja, das mit dem Lehm ist ne tolle Sache. Habe von einem Bekannten, der seine Ziegenställe mit Lehm ausgefacht hat, fürn Ei un Appel besten Kakelugslera (Kachelofenlehm) bekommen. Der Lehm stammt von "Bara Mineraler" einem großen Lehmabbaubetrieb in Skane. Hiervon habe ich mir erstmal an die 100 Lehmsteine hergestellt. 2 Teile Sand und ein Teil Lehm, so machen sie es hier und die Steine sind nun trocken und sehr fest. Die werde ich demnächst für den Backkorpus einsetzen und mit Lehm schön verstreichen. Für die Form habe ich Sägespäne geschenkt bekommen, die ich vor dem Lehmsteine setzen wässern und verdichten werde. Demnächst werde ich einige Fotos einstellen...

Grüße an alle

Manfred

Re: SBO in Schweden

Verfasst: Di 16. Jul 2019, 15:00
von Andy 28
Moin,

bröseln wird da ja wohl nichts? Nicht das die Backwaren aus dem Lehmbackofen einen Extracrunch bekommen?? :frage:

Re: SBO in Schweden

Verfasst: Di 16. Jul 2019, 16:06
von Manti
Hallo Andy,

na ja, ich baue sowas nun ja auch zum ersten mal. Denke aber, das unsere Vorfahren, die wohl keine Schamottesteine kannten, gut mit den Lehmöfen (zähneschonend und nicht zähneknirschend) klar gekommen sind.
Durch das Einbrennen werden die Lehmsteine und der Lehm sicher noch weiter aushärten. Otto Eicher hat ja sehr viel Positives, auch Fotos über seinen Lehmbachofen hier ins Forum gesetzt und er ist mit dem Ergebniss sehr zufrieden.

Grüße - Manfred

PS: anbei ein paar Fotos vom meinem "Projekt"

Re: SBO in Schweden

Verfasst: Mi 17. Jul 2019, 12:35
von Andy 28
Moin Manti,

die Steine sind ja super geworden. Ich habe mal auf die Seite von Bara Minerale geschaut, sind die hauptsächliche im Bereich Pflanzenanbau tätig?
Wie heißt das Produkt, dass du von denen verwendest?
Hast du vielleicht mal ein Bild vom Sack/ der Verpackung?

Bisher kommst du ja sehr gut voran und das Ergebniss kann sich wirklich sehen lassen.
Bitte nicht vergessen zwischendurch immer schön stärken, nicht das die Kräfte schwinden. :durst: :kochen: :drink1:

Re: SBO in Schweden

Verfasst: Sa 3. Aug 2019, 21:18
von Manti
Hallo!!!
brauchte mal ne kurze Pause...
Ja, der Lehm von "Bara Mineraler" wird natürlich auch als Bodenverbesserer eingesetzt, bzw verkauft. Ist aber - wie gesagt - bestes Kachelofenlehmsubstrat. Ein Bild von der Verpackung habe ich leider nicht, habe es aus einem neutralen Bigpack bezogen. Inzwischen sind die ersten Runden meiner Lehmsteine gesetzt und bin immer wieder begeistert über die tolle Formbarkeit dieses Materials. Ich hoffe, dass die Einfassung meiner Ofentür in Lehm der späteren Hitze standhält und nicht herausbricht. Habe an den oberen Enden der "Zarge" zwei Eisen festgeschraubt und in den Lehm eingearbeitet. Den Kern aus Holzspänen werde ich demnächst mit Papiertüten nässen und abdecken und dann weiter mit den Lehmsteinen "die Runden drehen". Stelle noch einige Fotos ein...

Re: SBO in Schweden

Verfasst: So 4. Aug 2019, 08:52
von Hochrheinbahner
Hallo Manti,
alles gut saubere Arbeit, nur ein Einwand habe ich , die Eisen im Mauerwerk machen dir Probleme. Das Mauerwerk an dieser Stelle
reißt dir durch die Ausdehnung bei Wärme, mach die Halter nach außen und lege Dichtschnur zwischen Rahmen und Mauerwerk.
Der Rahmen muss sich frei bewegen, weil sich Metal mehr dehnt wie Stein. Bei mir war das auch so , zwei Anker am Rahmen verschweißt
Riss im Mauerwerk , Dach des SBO abgebrannt.

Viele Grüße vom Hochrheinbahner Gerd aus dem Süden Deutschland

Re: SBO in Schweden

Verfasst: So 4. Aug 2019, 11:21
von Manti
Moin Gerd,

hatte ich mir schon fast gedacht. Also auf nach Kalmar. Sind hier in Schweden immer lange Wege, bis man das richtige Material zu fassen bekommt. Sag mal, die Zarge hat ne Breite von 4 cm - sollte man über die gesammte Breite eine, bzw. mehrere Dichtschnüre nebeneinander legen?
Das Rückbauen ist ja beim Lehm gut zu machen, alles kann wieder verwendet werden...

Danke für Deinen Hinweris und Grüße

Manfred

Re: SBO in Schweden

Verfasst: Di 6. Aug 2019, 07:44
von Hochrheinbahner
Hallo Manti,
ich hab dir zwar schon von meinem TAB geschrieben, ist aber mir irgendwie verloren gegangen.
Die Dichtschnur gibt es bei uns in verschiedenen Stärken, meine ist von Amazon, ich weiß nicht wie da die Versorgung bei euch ist.
meine hatte eine Stärke von 40 mm , die habe ich beim einbauen mit dem Rahmen eingepresst und dann noch mit einem Holz eingearbeitet.
Wenn du Glück hast gibt es auch einen Kaminbauer , der so was hat.
Es gab noch einen Kleber , mit dem habe ich sie am Rahmen angeklebt.
DSCI0707.JPG
DSCI0707.JPG (83.7 KiB) 6920 mal betrachtet
So sieht das bei mir aus


Viele Grüße vom Hochrheinbahner Gerd aus dem Süden