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 Betreff des Beitrags: Absinth und Absinthe- Wein
BeitragVerfasst: Fr 4. Sep 2015, 10:02 
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Flammenbeschwörer
Flammenbeschwörer

Registriert: Sa 25. Apr 2015, 09:39
Beiträge: 289
Hallo,

ich wollte dieses Jahr mal einen Absinth machen. Ich finde diese Trinkrituale einfach interessant. --> http://www.absinth-alandia.de/absinth-trinkritual

Leider ist das in D mit der Destillation so eine Sache :patsch: Eine Destille bis 0,5l Brennblaseninhalt ist zwar erlaubt (aber anzeigenpflichtig) und so eine Probendestille um den Alkoholgehalt meines Bieres zu bestimmen (Huhu Zoll, alles angemeldet!!!!!) besitze ich zwar, aber das ist doch nur Spielzeug.

Vor einiger Zeit bin ich dann auf diese Seite gestoßen:
http://absinth.heimat.eu/frametest.html

Die ist sehr informativ und hier gibt es auch zwei Rezepte, den Absinth ohne Destillation herzustellen.

Zuerst will ich aber mal dieses Rezept für einen Absinthe- Wein (von oben genannter Seite) probieren:

Je 2 Teelöffel Pfefferminz, Wermuth, Thymian, Lavendel, Ysop, Majoran und Salbei auf eine Flasche Portwein

Ich habe im Frühjahr schon alle benötigten Pflanzen ausgesät :zustimm: Kluger Mann baut eben vor :zustimm:
Allerdings hab ich den Portwein erstmal durch so einen billigen BiB Weißwein aus dem A..i ersetzt. Mal sehen, wie sich der Geschmack und vor allem, ob sich so eine leicht- grünliche Farbe wie bei der "grünen Fee" entwickelt. --> https://de.wikipedia.org/wiki/Absinth
Da der Portwein ziemlich stark und auch süß ist, werde ich wohl später etwas Aufspriten und Nachsüßen müssen.

......Und in den nächsten nassen Sch...tagen gibt's dann einen Richtigen :zustimm:

_________________
Gruß Dieter

Wenn einer Durst hat, dann trinke er Bier oder Wein, denn Wasser hat keine Kraft.
Nur wenn einer ganz gesund ist, kann er auch manchmal Wasser trinken, ohne daß es ihm sonderlich schadet!

Hildegard von Bingen


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 Betreff des Beitrags: Re: Absinth und Absinthe- Wein
BeitragVerfasst: Fr 4. Sep 2015, 14:09 
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Flammenfürst
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Ich hatte vor Jahren mal (beruflich) ein Erlebnis mit einem, der in der Kneipe noch ein, zwei Absinth genossen hatte....
Er hat darauf eine ziemlich bizarre Reaktion entwickelt, die u. Anderem dazu führte, das er zwei Polizisten im wahrsten Sinne des Wortes mit "Bullen' verwechselte... war garnicht mal so lustig :wirr:
Zu der Zeit gab's auf Grund einer Gesetzeslücke vermehrt Absinth wechselnder Wirksamkeit auf dem Markt... wie es heute ist? Keine Ahnung!
Ich lass da aber lieber die Finger von .... :pfeifend:

Gruß, Andreas

PS: manchen soll deswegen ein Ohr abhanden gekommen sein .....

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wohltätig ist des Feuers Macht.......


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 Betreff des Beitrags: Re: Absinth und Absinthe- Wein
BeitragVerfasst: Fr 4. Sep 2015, 22:34 
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Flammenkönig
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hufpfleger hat geschrieben:
Hallo,

ich wollte dieses Jahr mal einen Absinth machen. Ich finde diese Trinkrituale einfach interessant. --> http://www.absinth-alandia.de/absinth-trinkritual

Leider ist das in D mit der Destillation so eine Sache :patsch: Eine Destille bis 0,5l Brennblaseninhalt ist zwar erlaubt (aber anzeigenpflichtig) und so eine Probendestille um den Alkoholgehalt meines Bieres zu bestimmen (Huhu Zoll, alles angemeldet!!!!!) besitze ich zwar, aber das ist doch nur Spielzeug.

Vor einiger Zeit bin ich dann auf diese Seite gestoßen:
http://absinth.heimat.eu/frametest.html

Die ist sehr informativ und hier gibt es auch zwei Rezepte, den Absinth ohne Destillation herzustellen.

Zuerst will ich aber mal dieses Rezept für einen Absinthe- Wein (von oben genannter Seite) probieren:

Je 2 Teelöffel Pfefferminz, Wermuth, Thymian, Lavendel, Ysop, Majoran und Salbei auf eine Flasche Portwein

Ich habe im Frühjahr schon alle benötigten Pflanzen ausgesät :zustimm: Kluger Mann baut eben vor :zustimm:
Allerdings hab ich den Portwein erstmal durch so einen billigen BiB Weißwein aus dem A..i ersetzt. Mal sehen, wie sich der Geschmack und vor allem, ob sich so eine leicht- grünliche Farbe wie bei der "grünen Fee" entwickelt. --> https://de.wikipedia.org/wiki/Absinth
Da der Portwein ziemlich stark und auch süß ist, werde ich wohl später etwas Aufspriten und Nachsüßen müssen.

......Und in den nächsten nassen Sch...tagen gibt's dann einen Richtigen :zustimm:



Hast du schon mal den Lebensweg der Personen beleuchtet die sich auf dieses Getränk eingeschworen haben ?
Charles Baudelaire, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe, Arthur Rimbaud, Aleister Crowley, Henri de Toulouse-Lautrec, Marilyn Manson, Oscar Wilde.

Da warte ich lieber bis man Hanf für sich selbst anbauen kann und halte es dann so wie Hans Söllner ;

https://www.youtube.com/watch?v=v1gMm49DpfQ

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"Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!"

max frisch


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 Betreff des Beitrags: Re: Absinth und Absinthe- Wein
BeitragVerfasst: Fr 4. Sep 2015, 22:37 
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Oberosterbäcker
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Joschispapa hat geschrieben:

Da warte ich lieber bis man Hanf für sich selbst anbauen kann und halte es dann so wie Hans Söllner ;



Da musst du nur den Namen ändern, dann geht das jetzt schon.
Özdemir wäre ideal.
:undwech:

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Herzliche Grüße aus dem Schwabenland

Martin

Unterschätze nie jemanden, der einen Schritt zurück macht. Er könnte Anlauf nehmen.
Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie. (Wilhelm Busch)


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 Betreff des Beitrags: Re: Absinth und Absinthe- Wein
BeitragVerfasst: Sa 5. Sep 2015, 09:45 
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Flammenbeschwörer
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Hallo,

interessant, wie lange sich ein Negativ- Mythos doch hält.

.....aber ich fange mal vorn an. Ich habe von Trinkritual geschrieben. Wer sowas macht, will sich nicht ein Getränk in den Hals schütten, sondern genießen

Schon Theophrastus Bombastus von Hohenheim schrieb:
Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, daß ein Ding kein Gift ist.
Den Meisten ist dieser Herr wohl besser unter dem Namen Paracelsus bekannt.

Die Absinthwirkung wird/ wurde immer dem hohen Thujongehalt zugeschrieben. Zweifelsohne ist Thujon ein Nervengift und sollte nicht übermäßig und längere Zeit dem Körper zugeführt werden. Mittlerweile gibt es aber auch Untersuchungen, die die Ausraster/ Ausschweifungen der oben angesprochenen bekannten Künstlern eher auf den hohen Alkoholgehalt zurück führen. Siehe Zitat oben oder u.a. --> http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 50778.html

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch vielleicht dies:

Thujon
.......................................Alpha...........beta...............beide
Zeder...............................55................9,5
Salbei...............................28,3.............14,5
Wermut............................0,5–1,2.........17,5–42,3
Gänsefingerkraut...............19,4..............58
Rosmarin...................................................................4,2
Thymian....................................................................0,2

Wenn ich überlege, wieviel Salbeitee ich schon getrunken und Salbeibonbons gelutscht habe..........

Außerdem, meine Freundin, die Hildegard schreibt u.a. das über den Wermut mit dem bösen Thujon --> http://www.naturheilpraxis-lorey.de/nav ... bingen.htm
Meine Oma hat z.B., solange ich mich zurück erinnern kann, jeden Tag ein Glas Wermutwein getrunken und ein Alter erreicht, da würden sich heute die Rentenkassen die Haare raufen.

:zustimm: aber nett, daß ihr euch soviel Gedanken um mich macht :zustimm:

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Gruß Dieter

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Nur wenn einer ganz gesund ist, kann er auch manchmal Wasser trinken, ohne daß es ihm sonderlich schadet!

Hildegard von Bingen


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 Betreff des Beitrags: Re: Absinth und Absinthe- Wein
BeitragVerfasst: Sa 5. Sep 2015, 10:16 
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Oberosterbäcker
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hufpfleger hat geschrieben:
Zweifelsohne ist Thujon ein Nervengift und sollte nicht übermäßig und längere Zeit dem Körper zugeführt werden.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch vielleicht dies:

Thujon
.......................................Alpha...........beta...............beide
Salbei...............................28,3.............14,5
Wermut............................0,5–1,2.........17,5–42,3
Gänsefingerkraut...............19,4..............58


Wenn ich überlege, wieviel Salbeitee ich schon getrunken und Salbeibonbons gelutscht habe..........


Dazu muss man aber auch sagen, dass Thujon aufgrund seiner Struktur in Wasser nur sehr schlecht löslich ist, dagegen gut in Ethanol.
Erst dieser Unterschied macht ja das Verdünnen des Konzentrats zum "Farbspiel".
Den selben Effekt zeigt Anethol in Anisschnäpsen wie Raki, Ouzo oder Pastis wenn man diese mit Wasser verdünnt.

Du kannst also weiterhin den Salbeitee in Massen konsumieren. Erst wenn du Salbeitinktur einsetzt kann es interessant werden.

Und dass Trinkrituale alleine dem Genuss dienen möchte ich auch widersprechen. Wnn man die Trinkrituale der heutigen Jugend, bei der Bundeswehr oder an manchen Stammtischen so anschaut, mehr möchte ich dazu nicht ausführen, es könnte unappetitlich werden.

Aber wenn du dir ein Geschmackserlebnis braust, ich würde gerne probieren. Vielleicht kommt ja eine ganz neue Entdeckung dabei heraus.
Nur wer Neues ausprobiert kann berühmt werden. Vielleicht sprechen die Menschen dann noch in hundert Jahren von Hufpflegers Gewürzwein? Wer weiß?
Wenn man anschaut, was alles in den Schwedenkräutern so drin ist, da sind auch einige Bestandteile apothekenpflichtig und trotzdem wurde ihr Kultstatus nie in Frage gestellt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Absinth und Absinthe- Wein
BeitragVerfasst: Sa 5. Sep 2015, 13:13 
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Flammenkönig
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hufpfleger hat geschrieben:
Hallo,

interessant, wie lange sich ein Negativ- Mythos doch hält. Wenn ich überlege, wieviel Salbeitee ich schon getrunken und Salbeibonbons gelutscht habe..........

Außerdem, meine Freundin, die Hildegard schreibt u.a. das über den Wermut mit dem bösen Thujon --> http://www.naturheilpraxis-lorey.de/nav ... bingen.htm
Meine Oma hat z.B., solange ich mich zurück erinnern kann, jeden Tag ein Glas Wermutwein getrunken und ein Alter erreicht, da würden sich heute die Rentenkassen die Haare raufen.

:zustimm: aber nett, daß ihr euch soviel Gedanken um mich macht :zustimm:



Dann könnte man ja auch auf die Idee kommen , das Helmut Schmid wegen seiner Mentholkippen so alt wurde und eine enorme geistige Präsenz an den Tag legt ?!
Mein Vater hätte dann auch nicht an Krebs sterben dürfen , weil er ein Tomatenesser war, die ausschließlich aus unserem Garten kamen .

Lebenszeit ist uns vorgegeben , klar können wir sie durch Suizid oder schlechte Lebensgewohnheiten verkürzen , doch können wir sie nicht verlängern.
Wir können gesund oder krank sterben , doch wer stirb heute schon noch aus natürlicher Sicht ?

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