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 Betreff des Beitrags: Geeignete Ziegel für Backraum
BeitragVerfasst: So 24. Jul 2016, 13:40 
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Einheizer
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Hallo zusammen,

möchte mich an dieser Stelle direkt an die Materialexperten unter Euch wenden:

Steini hatte in einem älteren Thread bereits dazu etwas geschrieben.

Dateianhang:
Unbenannt.JPG
Unbenannt.JPG [ 27.69 KiB | 2711-mal betrachtet ]


Im um die Ecke gelegenen Ziegelwerk (meines Vertrauens) gibt es nun diverse Arten on Ziegelsteinen (siehe pdf- Datei).

Folgende Fragen interessieren mich hauptsächlich:

1. Es sollten idealerweise sog. Vollziegel sein, d.h. ohne "Luftlöcher", richtig?

2. Muß die Rohdichte dabei unbedingt gleich 1,6 kg / dm3 sein oder kann die abweichen?

3. Ist (im Ziegelwerk ebenfalls als Sackware erhätzlicher) Lehm- Mauermörtel hierfür besser geeignet als feuerfester (Schamott-) Mörtel?



Einen schönen (Rest.-) Sonntag noch wünscht

Jens


Dateianhänge:
Ziegelwerk Huber.pdf [317.93 KiB]
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 Betreff des Beitrags: Re: Geeignete Ziegel für Backraum
BeitragVerfasst: So 24. Jul 2016, 22:54 
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Flammenfürst
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Jensen hat geschrieben:

3. Ist (im Ziegelwerk ebenfalls als Sackware erhätzlicher) Lehm- Mauermörtel hierfür besser geeignet als feuerfester (Schamott-) Mörtel?



Mal abgesehen davon, daß der Lehmpapp vermutlich nur einen Bruchteil von feuerfestem Mörtel kostet... Er verarbeitet sich halt ganz anders und wird meiner Meinung nach bei weitem nicht so fest wie Mörtel.

Dafür klebt er die Steine beim mauern fest wie Affensch... ich konnte damit Steine einfach senkrecht ankleben :-) war echt lustig :-)

Der Lehmmörtel lässt sich wunderbar mit den Händen verarbeiten.

Ich werde meinen nächsten wieder mit Lehmpapp mauern, also innen den Brennraum!

Zu den Steinen werden Dir die Profis was sagen. Ich nehm halt was da ist :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Geeignete Ziegel für Backraum
BeitragVerfasst: Mo 25. Jul 2016, 08:26 
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Einheizer
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Die Kosten für den Mörtel wären mir ja (beinahe) egal....

Es sollte etwas möglichst Dauerhaftes dabei rauskommen und die Vearbeitung für einen Amateur so unkompliziert wie möglich sein.

Und wenn doch später mal was zu Reparieren wäre (Risse), denke ich mir es ist einfacher, eine Lehmfuge auszukratzen und ein bissel nachzuschmieren, oder?

Grüsse Jens


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 Betreff des Beitrags: Re: Geeignete Ziegel für Backraum
BeitragVerfasst: Mo 25. Jul 2016, 17:57 
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Flammenfürst
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Also wenn Deine Lehmfugen ein paar mal deutleich 600C abbekommen hat wird der auch hart :-)

Und bei mir bröselt bisher nix raus.

Mag sein, und ist vermutlich auch so, daß Zement/Beton härter ist, aber was in 40 oder 50 Jahren m it dem Ofen passiert ist mir persönlich Banane...

Das juckt mich garantiert nicht mehr.

Und für einen Amateur dürfte es deutlich leichter sein mit Lehm rumzubatzen als sauber zu mauern. Du kannst viel mehr korrigieren, wieder wegnehmen, etwas mehr hinmachen,
knitschen, drücken, ausrichten. All das ist mit Mörtel nicht so einfach , wenn Du es noch nie gemacht hast.


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 Betreff des Beitrags: Re: Geeignete Ziegel für Backraum
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2016, 09:22 
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Einheizer
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Nun, dann wäre ja schonmal das Thema "Mörtel geklärt. Ich werd' dazu evtl. noch einen Bekannten kontaktieren: Der hat sich zwar soviel ich weiß noch nie mit Backöfen beschäftigt, kennt sich aber mit Lehmbaustoffen zur (ökologischen) Gebäudesanierung / Wärmedämmung bestens aus.

Schön wär's , wenn noch jemand ein paar Tipps zum Thema "Geeignete Ziegel" bzw. deren Rohdichte hätte.

Grüsse Jens


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 Betreff des Beitrags: Re: Geeignete Ziegel für Backraum
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2016, 18:12 
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Schamottetycoon
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Jensen hat geschrieben:
Nun, dann wäre ja schonmal das Thema "Mörtel geklärt. Ich werd' dazu evtl. noch einen Bekannten kontaktieren: Der hat sich zwar soviel ich weiß noch nie mit Backöfen beschäftigt, kennt sich aber mit Lehmbaustoffen zur (ökologischen) Gebäudesanierung / Wärmedämmung bestens aus.

Schön wär's , wenn noch jemand ein paar Tipps zum Thema "Geeignete Ziegel" bzw. deren Rohdichte hätte.

Grüsse Jens


Die Vollziegel bei "Huber" haben eine sehr hohe Rohdichte (2,0 - 2,2 kg/dm³).
Ich würde diese Steine eher als "Klinker" bezeichnen, daher sind sie für den Backofenbau ungeeignet.

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... weil hausgemachtes einfach besser ist ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Geeignete Ziegel für Backraum
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2016, 19:16 
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Einheizer
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Oha...

Aber ist nicht die Rohdichte auch vom eingesetzten Material abhängig? Die einzelnen Ziegelwerke verwenden doch z.B. ihre eigenen, ganz spezifischen Tonsorten.

Aussagekräftiger für die Eignung als Backofenziegel müßte doch da eigentlich der "Luftporenanteil" in Prozent sein, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Geeignete Ziegel für Backraum
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2016, 21:29 
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Flammenfürst
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Steini hat geschrieben:
Jensen hat geschrieben:
Nun, dann wäre ja schonmal das Thema "Mörtel geklärt. Ich werd' dazu evtl. noch einen Bekannten kontaktieren: Der hat sich zwar soviel ich weiß noch nie mit Backöfen beschäftigt, kennt sich aber mit Lehmbaustoffen zur (ökologischen) Gebäudesanierung / Wärmedämmung bestens aus.

Schön wär's , wenn noch jemand ein paar Tipps zum Thema "Geeignete Ziegel" bzw. deren Rohdichte hätte.

Grüsse Jens


Die Vollziegel bei "Huber" haben eine sehr hohe Rohdichte (2,0 - 2,2 kg/dm³).
Ich würde diese Steine eher als "Klinker" bezeichnen, daher sind sie für den Backofenbau ungeeignet.



Hilf mir mal... wieso sollen "Klinker" nicht für Öfen geeignet sein?
Die Kanalklinker, diese säurefesten glasig gebrannten soll man nicht nehmen, weil die irgendwie
die Temperatur nicht ab können und eher für andere Zwecke gebrannt sind. Da springt angeblich die Oberfläche bei zu viel Hitze.

Aber normale Vollklinker? Wo soll sich da ein Problem ergeben?

Das interessiert mich jetzt wirklich.

Oder reden wir mir der Definition von "Klinker" aneinander vorbei und Du meinst explizit die "Kanal-Glanzklinker."


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 Betreff des Beitrags: Re: Geeignete Ziegel für Backraum
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2016, 22:07 
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Klinker sind Vollziegel die bei sehr hohen Temperaturen bis zur Sinterung gebrannt wurden.
KLINKER - WIKI hilft!

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 Betreff des Beitrags: Re: Geeignete Ziegel für Backraum
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2016, 22:35 
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Flammenfürst
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Nachfolgend ein Zitat eines Herstellers.
Da er für seine Produkte gerade stehen muß glaube ich diesen Aussage mindestens so viel wie Wiki.


Außerdem haben die Muhr-Klinker eine extrem hohe Druckfestigkeit und ..........und
eignen sich aufgrund ihrer Feuerfestigkeit sogar teilweise für den Ofenbau.


Es gibt also vermutlich doch verschiedene Klinker.

Von der Verwendung der glasigen Kanalklinker wird aber allgemein abgeraten.


Vielleicht sollte man im "Notfall" halt mal ein paar so "Klinker" im Feuer testen, denn
wenn sie springen, platzen oder bröseln, dann ist die Arbeit für die Katz'.


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