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 Betreff des Beitrags: "Bausatz"- und wie nun weiter?
BeitragVerfasst: Mo 18. Jul 2016, 09:14 
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Einheizer
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Hallo zusammen,
wie in meiner kurzen Vorstellung bereits angedroht geht es jetzt los mit den Fragen... ;)

Anbei ein paar Fotos des von mir erworbenen "Bausatzes". Der Backofen war beim Vorbesitzer schonmal eingebaut und auch in Betrieb. Allerdings hat sich recht schnell rausgestellt, daß er für den angedachten Zweck zu klein ist. Daher wurde ein größerer installiert und meiner einer hat die Komponenten des "Prototypen" erworben.


Wenn ich das Ganze richtig verstanden habe (ich war ziemlich aufgeregt und es gab vermutlich auch ein paar Übersetzungsverluste vom Oberpfälzischen in's Säggssche...) war das ursprünglich ein indirekt beheizter Backofen. Der Backraum mit einer "Kuppel" aus Stahlblech, darunter die aus Schamottesteinen gemauerte "Feuerbuchse" (sagt man bei einer Dampflok). Dazwischen befand sich eine Schamotteplatte. Zwischen dem blechernen Backraum und der Ummauerung seien so etwa 10cm Luft gewesen, so daß die heißen Verbrennungsgase den Backraum umspült haben.

In den Backraum kann man 2 "Roste" (Lochbleche) einschieben, welche auf den seitlich angeschraubten Führungsschienen aufliegen.

Nun habe ich mir schon folgende Gedanken gemacht:

1. Für meinen Hauptzweck (Brotbacken) brauche ich ja idealerweise fallende Hitze.

2. Die Backfläche ist trotz der 3 Etagen arg klein (so übern Daumen 60 --- 65 x 70 ..75cm Grundfläche)- eine entsprechende Pfanne für Schwein ist ja rund 1m lang.

3. Die vorhandene "Drosselklappe" misst so etwa 13 x 13cm. Meines Erachtens sollte ein Backofen schon ein Rauchrohr von wenigstens 15, besser 18cm Durchmesser haben.

Aus 1. - 3. folgt:

Ich lasse die "Blechkuppel" und die Zugregelung weg und baue einen direkt beheizten Backofen mit einem Schamottegewölbe (alternativ: Klinker?). Die zweiflügelige Tür kommt logischerweise vorne , die kleine "Feuertüre" hinten hin.
Rauchabzug vorne gleich hinterm "Haupteingang", ggf. Fuchs nach hinten.

Was meinen die Experten dazu?

Grüsse Jens


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 Betreff des Beitrags: Re: "Bausatz"- und wie nun weiter?
BeitragVerfasst: Mi 20. Jul 2016, 11:56 
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Flammentänzer
Flammentänzer

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Hallo Jens,
mit der Blechkuppel wüsste ich auch nichts anzufangen. Dein Vorhaben mit der Kuppel scheint logisch, hast du doch schon eine Menge Baumaterial.Schau einfach mal in die anderen Projekte, da wirst du in jeden Fall Anregungen finden. Wichtig ist das du dir im Klaren bist wieviel auf einmal im Ofen gebacken oder gebraten werden soll. Zu groß sollte er auch nicht sein, das wäre oftmals uneffektiv. Vielleicht kannst du die kleine Tür für einen integrierten Aschekasten nutzen, nur mal so als Gedanke. Ich werd deine Baustelle weiterhin :beob: :beob: :beob:
Viele Grüße aus Dresden von Frank :tach:

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Viele Grüße aus Dresden von Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: "Bausatz"- und wie nun weiter?
BeitragVerfasst: Mi 20. Jul 2016, 14:20 
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Einheizer
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Hallo Frank,

ich denke mal, der Vorbesitzer hatte die eierlegende Wollchmilchsau unter den Backöfen im Sinn: indirekt beheizt + damit quasi für alles geeignet (Spanferkel, Brot, Pizza, Flammkuchen, ...); möglicherweise war vielleicht sogar 'ne Räucherfunktion geplant.

Gestaunt habe ich , daß der Backofen im Keller des Hauses eingebaut gewesen ist. Möglicherweise ticken da in Bayern die Uhren etwas anders; mein Schornsteinfeger wäre vermutlich hyperventilierend zusammengebrochen, wenn ich ihm mit einer solchen Idee gekommen wäre... :pfeifend:

Auf irgendeiner Webseite habe ich gesehen, daß auf der Rückseite des dort vorgestellten Backofens auch so eine kleine Feuertür eingebaut war- zum Nachlegen / Asche ziehen / als "Sekundärluftzufuhr" und dgl. mehr. So will ich das eigentlich auch machen, zumal meine zweiflügelige große Tür keine Lufteinlässe hat und auch nicht einen spaltbreit offen arretiert werden kann.

Eine Frage zum Material: Schaut ganz danach aus, als ob meine Schamottesteine nicht reichen werden. Was tun? Schamotte zukaufen und alles komplett damit mauern? Oder ginge auch ein "Materialmix"? Boden aus Schamotte, Gewölbe aus Ziegeln? Oder die Schamottesteine nur für Fuchs + Schornstein, alles andere aus Ziegeln? :frage:

Grüsse Jens


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 Betreff des Beitrags: Re: "Bausatz"- und wie nun weiter?
BeitragVerfasst: Sa 23. Jul 2016, 05:59 
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Flammentänzer
Flammentänzer

Registriert: So 28. Jul 2013, 13:53
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Ich würde dir zumindest im Brennraum keinen Materialmix empfehlen. Du musst wissen das sich bei Wärmezufuhr die Materialien unterschiedlich erwärmen und dadurch zusätzlich Spannung im ganzen Gefüge ergeben. So ziemlich jeder hier der den Brandraum gemauert hat berichtet im Nachhinein über mehr oder weniger große Risse in der Kuppel (Gewölbe, Tunnel etc.), welche dann in Kleinarbeit wieder zugebabbert werden bis sich das Phänomen weitgehend gelegt hat. Ich würde dieses also nicht durch den Einsatz von unterschiedlichen Materialien unterstützen. Zudem kommen noch Probleme mit der unterschiedlichen Speicherkapazität der unterschiedlichen Steine hinzu. Bau den Brennraum als homogenes Objekt, wenn du den Fuchs dann in herkömmlichen Ziegeln ausführst sollte es keine Probleme geben. :mmeinung:

Viele Grüße aus Dresden von Frank :tach:

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Viele Grüße aus Dresden von Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: "Bausatz"- und wie nun weiter?
BeitragVerfasst: Sa 23. Jul 2016, 09:12 
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Einheizer
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Registriert: So 17. Jul 2016, 15:01
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Na ja, ich hatte eben grade gedacht, daß es von Vorteil wäre, den Boden aus Schamotte zu bauen. Und der wird ja ohnehin "schwimmend" ausgeführt, so daß eigentlich kein zusätzliches "Rißpotential" durch ein evtl. aus Ziegeln bestehendes Gewölbe bestehen sollte.

Eigentlich...
Sollte... :frage:


Nun gut, falls ich mich zur Ziegelvariante entschließe: Mit feuerfestem Mörtel oder lieber mit Lehm vermauern? Lehmmörtel gäb's bei mir um die Ecke fix + fertig als Sackware, so daß da eigentlich nichts schiefgehen sollte.... (siehe oben :pfeifend: )


http://www.ziegelhuber.de/cms/front_con ... =39&lang=1

Ich möchte mal vermuten, daß feuerfester Mörtel (Schamottmörtel) erst mit der Schamotte aufkam und halt eben speziell dafür gedacht ist. Und soweit ich mich erinnere, hat früher der Ofensetzer - zumindest was einen Berliner Kachelofen oder einen "Ortrander" betrifft- außschließlich mit Lehm gearbeitet...

Noch was: Gibt es Bedenken gegen einen Unterbau aus Kalksandsteinen? Davon hätte ich nämlich noch eine Palette da.

Grüsse Jens


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 Betreff des Beitrags: Re: "Bausatz"- und wie nun weiter?
BeitragVerfasst: Sa 23. Jul 2016, 09:54 
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Flammentänzer
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Registriert: So 28. Jul 2013, 13:53
Beiträge: 368
Bodenplatte/Trennschicht/Kalksanstein- so hab ich es gemacht.
Die Fragen zum Lehm kann ich nicht beantworten, da müssen
die "Lehmäggsberden" ran. Richtig ist das Lehm traditioneller
Baustoff für Öfen ist. Schau in die Projekte, da solltest du fündig
werden.

Schönes WE aus DD von Frank :tach:

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Viele Grüße aus Dresden von Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: "Bausatz"- und wie nun weiter?
BeitragVerfasst: Sa 23. Jul 2016, 10:53 
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Hallo Frank,

besten Dank für's erste- dann warte ich mal den Ansturm der Experten ab... :beob:

Ebenfalls ein schönes WE

Jens


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 Betreff des Beitrags: Re: "Bausatz"- und wie nun weiter?
BeitragVerfasst: So 16. Jul 2017, 10:03 
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Bilder: 3
Wohnort: Kinzigtal
Hallo Jensen,
Ich habe meine Kuppel aus vorher eingeschalten Betonteilen mit eingelassenen Schamottebögen realisiert....
Falls du Bilder haben möchtest melde dich....
Weiterhin viel Spass und gutes Gelingen bei deinem Projekt.
Gruss Elmar.


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